En langue allemande.
Durée: 2 heures sans pause.
Regie: Antoine Uitdehaag
Bühne und Kostüme: Tom Schenk
Die ganze Welt eine Bühne: Wie einst Liz Taylor und Richard Burton waren die Schauspieler Lies und Richard ein Traumpaar auf der Bühne. Im Privatleben hatten sie eine kleine Liebschaft, bis Lies heiratete. Sie gab die Schauspielerei auf und zog mit ihrem gut situierten Mann nach Südfrankreich. Richard blieb dem Theater treu, hat sich aber durch seinen immensen Alkoholkonsum und seine Allüren zum Kollegenschreck entwickelt: Gerade hat er wieder zwei Bühnenpartnerinnen vergrault - dabei steht die Premiere an. Die kann jetzt nur noch eine retten: Lies. Handelt es sich doch um genau das Stück, das für beide zum fulminanten Karrierestart wurde. Nach über zehn Jahren treffen sie erstmals wieder aufeinander und was dann zwischen ihnen entsteht, ist hochexplosiv… Alte Gefühle erwachen und alte Wunden reißen wieder auf. Beide sind sich plötzlich nicht mehr sicher: Hätte sich Lies vielleicht doch für Richard entscheiden sollen? Und wäre Richards Karriere anders verlaufen, wenn er für Lies sein Leben umgekrempelt hätte? Alles ist wieder möglich …
„Der letzte Vorhang“ ist ein Geschenk für zwei Vollblutschauspieler, die übergangslos in die unterschiedlichsten Rollen schlüpfen. Raffiniert springt die Autorin Maria Goos (2011 Lifetime-Achievement-Award) in verschiedene Lebensalter ihrer Figuren und kombiniert diese amüsant mit Szenen aus dem an Albees „Wer hat Angst vor Virginia Woolf“ erinnernden Stück im Stück. Urkomische Wortgefechte werden von anrührenden Momenten abgelöst. Goos’ Stück gleicht einer Achterbahnfahrt der Gefühle und oft ist nicht mehr ganz klar: Was ist Fiktion, was ist Realität? Was war gestern, was ist heute und was passiert als nächstes?
Und die Namen Richard und Lies im Stück sind nicht zufällig gewählt: Sie sind eine Anspielung auf Richard Burton und Elizabeth Taylor, die sowohl auf der Bühne als auch im Film die Hauptrollen in "Wer hat Angst vor Virginia Woolf?" spielten und deren Leben ebenfalls große Parallelen zu ihren Bühnenrollen aufwies.
Pressestimmen
"Suzanne von Borsody und Guntbert Warns zelebrieren diesen geistreichen Schlagabtausch über das richtige Leben als ein wunderbares Theaterfest zwischen Übermut und Wehmut, Nostalgie und Euphorie. Sie lassen ihre Figuren großartig miteinander und gegeneinander spielen und machen sie auf so unsentimentale Weise zu unverwüstlichen Sympathieträgern des Theaters, die, wie es im Stück heißt, die „Kinderherzen der Menschen“ erreichen. Suzanne von Borsody und Guntbert Warns gelingt dies ganz und gar und glanzvoll."
Irene Bazinger, Berliner Zeitung, 13.12.2011.
Abonnement de théâtre
Ce spectacle fait partie de notre formule d’abonnement de théâtre au prix de 77 € ensemble avec « Raus aus dem Swimmingpool, rein in mein Haifischbecken », Schauspielhaus Bochum (10.03.16); « Unsere Frauen », Hamburger Kammerspiele (18.03.16); ainsi que « Der Vorname », Kammerspiele Landshut (15.04.16).


Fotos: Barbara Braun
