Les Dimanches du chant grégorien - Schola Maastricht

Les Dimanches du chant grégorien - Schola Maastricht

Musik
So. 24/10/2021 — 15h00
Preis Erwachsene: 0.00€
Gruppe: 0.00€
< 26 Jahren: 0.00€
Tickets

Die Platzreservierung ist obligatorisch.

Informationen: + 352 521 521 / info@cube521.lu

Konzert im Rahmen der "Dimanches du chant grégorien à l'Abbaye de Clervaux". Unter der Leitung von Hans Heykers. BARBARA LAUDANDA PRO CHRISTO VIRGO NECANDA.

Die Schola Maastricht besteht zum größten Teil aus Berufsmusikern, die sich während und nach ihren Konservatoriumsstudien, ausgehend von ihren eigenen Disziplinen (Gesang, Chorleitung, Orgel, Schulmusik etc.) auf den gregorianischen Gesang spezialisiert haben. Die Mehrheit der Scholaren hat am Maastrichter Konservatorium unter Dr. Alfons Kurris das vierjährige Aufbaustudium Gregorianik absolviert. Inhalt des Kurses waren zusätzlich Vorlesungen durch Gastdozenten, die als Spezialisten ihres Fachgebiets gelten: Godehard Joppich und Johannes Berchmans Göschl (Rhetorik der Neumen, Artikulation) sowie Kees Pouderoijen (Modalität). Die Gründung der Schola Maastricht erfolgte 1994 unter Leitung von Alfons Kurris, weil die Absolventen beieinander bleiben wollten, um so ihre Studien in eine lebendige Praxis des Singens einfließen zu lassen.

Grundlage der Interpretation des Gregorianischen Chorals ist die Semiologie (Lehre von der rhythmischen Qualität und Bedeutung der Neumenzeichen). Neumen sind Zeichen (wörtlich aus dem Griechischen 'Winke'), die insbesondere in den Handschriften ab dem 10. Jh. überliefert sind. Vor allem die Handschriften der Familien St. Gallen und Metz sind für die Interpretation von Bedeutung, wobei die Melodien der Gesänge häufig korrekturbedürftig sind. Hierzu folgt man der Arbeitsweise der Arbeitsgruppe Melodierestitution der AISCGre (Internationale Gesellschaft für Studien des Gregorianischen Chorals), in welcher ein Scholasänger aktiv mitarbeitet. Die Ergebnisse werden seit 1996 in der Zeitschrift Beiträge zur Gregorianik abgedruckt.

Die Schola Maastricht war an verschiedenen Radio- und Fernsehaufnahmen durch niederländische Sender beteiligt. Sie wirkte mit beim Festival in Watou 2000 (B), beim Festival les Academies Musicales in Saintes, beim Festival van Vlaanderen, dem Festival „L'Europe et l'orgue“ in Maastricht. 2002 und 2005 reiste man nach Ungarn, um am „Gregorianischen Chorfestival“ in Vác teilzunehmen; 2003 fand der Internationale Kongress der AISCGre in Hildesheim und 2011 in Posen unter Teilnahme der Schola Maastricht statt. 2010, 2012 und 2016 nahm die Schola am Niederländischen Gregorianikfestival in Ravenstein teil. 1999 übernahm Hans Leenders die musikalische Leitung der Schola. Alfons Kurris blieb der Gruppe seither als künstlerischer Berater verbunden und zeichnet sich für viele interessante Programme verantwortlich, die er für die Auftritte ausgearbeitet hat. Seitdem sich Hans Leenders mehr auf seinen Lehrauftrag am Konservatorium in Maastricht spezialisieren musste, liegt die musikalische Leitung der Schola seit 2005 in den Händen von Hans Heykers. Die Schola ist nicht an eine bestimmte Pfarrkirche gebunden, sondern tritt hauptsächtlich in konzertanter Form auf.